Eingestellt aber nicht vergessen!

Nachdem der Heide-Park-Blog aufgrund von technischen Problemen fast ganz verloren schien, ist es mir nun gelungen aus verschiedenen (leider zu unregelmäßig angefertigten) Backups fast alle Beiträge zu rekonstruieren. Allerdings wird der Blog von nun an nur noch als “Nachschlagewerk” online gehalten, jedoch nicht weiter gepflegt oder um aktuelle Beiträge ergänzt.

Vielen Dank für das durch zahlreiche Kommentare zum Ausdruck gebrachte Interesse am Blog.

Aktuelle Beiträge zu Entwicklungen im Heide-Park und anderen Parks, wird es in nicht allzuferner Zukunft unter einer neuen Adresse zu lesen geben.

Komentare (3)

Abenteurer gesucht!

Allerdings in diesem Fall nicht für einen Höllenritt durch die Wüste oder den freien Fall in die Hölle sondern für das neue Kinderland.

Der gut informierte Fan wird sich bei dem Stichwort natürlich sofort an die Pläne für ein solches Ende der 90er erinnern. Wenig konkret war damals im Parkplan (je nach Version an zwei unterschiedlichen Stellen im Park) ein hübsch buntes “Dorf” mit einem Karrussell als Mittelpunkt eingezeichnet, zu dem das Inhaltsverzeichnis nur ein schnödes “in Planung” hergab. Im 2003 neu konzeptionierten Parkplan gab es dann jedoch keine Spur mehr vom Kinderland. Einzig eine bei den vom Park angebotenen Backstage-Führungen zu begutachtende großformatige Skizze erinnert noch heute daran. Diese zeigt verschiedene “Gebäude” deren märchenhafte und naturverbundene Gestaltung doch sehr an die bei vielen Freizeitparks als Keimzelle fundierenden Märchenparks und insbesondere an das Dorf der “Volk van Laaf” im niederländischen Freizeitpark Efteling erinnert.

Zwar antwortete ein Mitarbeiter bei einer Backstage-Führung 2003 auf das Kinderland angesprochen, dass man sich die Option für eine spätere Realisierung offen halte, als dann aber im Folgejahr der zuletzt im Parkplan eingezeichnete Standort mit der Hallo Spencer show bebaut wurde, schien die Realisierung doch in sehr weite Entfernung zu rücken. Allerdings nur um 2006 wieder sehr wahrscheinlich zu erscheinen, als der Park seine “Kindermeile” als Neuheit ankündigte. Leider entpuppte sich diese dann doch nicht als das ursprünglich geplante Kinderland oder etwas vergleichbares, sondern als minimal budgettierte “Verwertung” von Resten aus den Lagern des Parks, ergänzt um pädagogisch sicherlich sehr wertvolle “Mitmachaktionen” wie den Fühlpfad, Tierfährtenraten, optische Täuschungen oder die Riechkästen, die von den Kindern aber nur selten freiwillig genutzt werden. Am größten Schandfleck der Kindermeile, dem unattraktiv auf eine Teerfläche geplfanzten Damfkarussel und Roten Baron tat sich damals jedoch garnichts.

Es besteht nun allerdings mal wieder Grund zur Hoffnung. Auch wenn nach den Großinvestitionen Desert Race und Hotel Port Royal im Vorjahr eine größere Investition nicht selbstverständlich ist, brodelte die Gerüchteküche bereits früh munter vor sich hin, um sich von größeren Achterbahnen im Hochsommer bis zum Ende des Winterzaubers auf “Attraktionen für Kinder und Senioren” abzukühlen, die auf einer zwischen Sommersaison und Winterzauber gerodeten Fläche zwischen Heide-Park Express, Aussichtsturm, Mountain Rafting und besagtem Schandfleck Roter Baron/Dampfkarussell entstehen sollen. Erst letzte Woche wurde dann dank einer aufmerksamen Forenleserin bekannt, dass es sich bei den Attraktionen um ein Riesenrad, eine Achterbahn, einen Imbiss/ein Restaurant sowie eine Goldwaschanlage handeln soll, die in ein Westerndorf integriert werden sollen. Da im aktuellen Parkflyer im Zusammenhang auch von Kinderland die Rede ist, ist davon auszugehen dass dieses ein für alle mal die eingangs erwähnten alten Pläne ersetzt und dass die Attraktionen zur Abwechslung keine Superlative bieten werden

Natürlich kann ein Westerndorf bzw eine Westernstadt keinen Innovationspreis mehr gewinnnen, nachdem viele andere Freizeitparks eine solche bereits in ihren Anfangsjahren bauten. Doch während andere Themenbereich, die nach Modethemen wie Weltraum oder aktuellen Filmen, Serien oder Sendern gestaltet wurden nur solange attraktiv sind wie das Thema IN ist, scheint das Interesse an Westernbereichen bei Freizeitparkgästen ungebrochen. So ist die Zahl existierender Westernbereiche nachwievor hoch, und im Gegensatz zu Spongebob und Co gibt es ganze Parks, die sich ausschließlich an diesem Thema orientieren - und damit seit Jahr(zehnt)en erfolgreich sind.

Kommentar

This is Halloween

Eigentlich ist der Saisonbeginn noch garnicht so lange her, doch befinden wir uns nun schon im letzten kompletten Monat der Saison in Soltau. Zu früh für einen Rückblick aber noch nicht zu spät für einen Ausblick, denn schließlich liegt für viele das Highlight der Saison im Oktober.

Die Rede ist natürlich von Halloween, genaugenommen von der Halloween-Party. Zwar ist der Park den ganzen Oktober über mit vielen Spinnenweben, Skeletten und Kürbissen dekoriert, aber mehr als ein “nett gemeint” hatte diese Deko in den letzten Jahren einfach nicht verdient. Dazu wirkte die doch ziemlich zahlreich vorhandene Deko im riesigen Park zu verloren und verfehlte es komplett auf irgendeine Weise gruselig zu sein. Womit wir wieder bei der Halloween-Party wären, die es dieses Jahr gleich im Doppelpack gibt. Während dieser ist zwar nur ein kleiner Teil des Parks zugänglich, dieser aber dafür aufwendig beleuchtet und dekoriert - was allein aber auch noch nicht für den vermissten Grusel sorgt. Für diesen sorgt auch in diesem Jahr die “Boo-Crew” (www.boo-crew.de), zu deren Referenzen nicht nur Engagements auf den Halloween-Partys des Heide-Parks, sondern inzwischen auch solche im Geistertempel (eine der größten reisenden Geisterbahnen) und im Hamburg Dungeon gehören. Dieses Jahr haben sich die Mitglieder der Boo-Crew wieder im Forest of Fear eingenistet, wo es dieses Jahr noch mysteriöser spannender und vorallem gruseliger zugeht. Wie üblich nichts für schwache Nerven! Für Personen mit solchen, aber vor allem für die jüngsten Besucher, gibt es auch in diesem Jahr wieder ein magisches Tunier mit weniger gruseligen, aber dafür umso spannenderen Herausforderungen. Das Magische Turnier, der Forest of Fear und zahlreiche Fahrgeschäfte im Park, sind im Rahmen der beiden Parties bis 22 Uhr geöffnet, bevor anschließend bei gewohnt schlechter Akkustig und Fiasko in der Eventhalle bis spät in die Nacht weitergefeiert wird.

Tickets für die beiden Parties am 26. und 27. Oktober gibt es im Vorverkauf für 6 Euro beim Heide-Park oder für 9 Euro an der Abendkasse. Jahreskarteninhaber erhalten im Vorverkauf wieder 2 Tickets zum Preis von einem.

Kommentar

Magische Preissysteme

Steigende Eintrittspreise sind bei Freizeitparks nichts besonderes, schließlich haben auch diese mit steigenden Kosten zu kämpfen. Wenn dann aber wie im Heide-Park innerhalb einer Saison gleich zweimal kräftig an der Eintrittspreisschraube gedreht wird und man damit die größte Eintrittspreissteigerung innerhalb der Parkgeschichte erreicht, hat das schon einen faden Beigeschmack. Dabei weiss doch jeder, dass Geiz geil ist und dass Preiserhöhungen uncool sind und eher Gäste von einem Besuch abhalten als zu einem motivieren.

Schnell waren die Vorwürfe da, dass die Preiserhöhungen (schließlich wurde neben der Eintrittspreisschraube auch die Gastropreisschraube einige Zentimeter tiefer in die Geldbörse der Kunden gedreht) vom neuen Besitzer der Tussauds-Gruppe veranlaßt worden war, denn dieser fährt schon seit einiger Zeit ein Preissystem, welches die Preise nur wenige Cent unterhalb der absoluten Schmerzgrenze ansiedelt. So beträgt der Eintrittspreis für das Legoland Deutschland, welches weder von der Zahl der Attraktionen noch von der Fläche des Parks auch nur ansatzweise mit dem Heide-Park mithalten kann, schlappe 30 Euro für einen Erwachsenen und die 90 Minuten (wohlgemerkt gute) Unterhaltung im Hamburg Dungeon für 16,50 sind auch recht weit davon entfernt ein Schnäppchen zu sein - alles nicht wirklich dazu geeignet die geizgeile Bevölkerung anzulocken. Diese Aufgabe hat die zweite Hälfte des Preissystems - die Ermäßigungen. Ermäßigungen sind nichts neues, seit eh und jeh bekommt man mit Kundenkarten, Mitgliedsausweisen, Coupons hier und da ein paar Euro Rabatt, unter Merlin erreicht das Ganze jedoch völlig neue Qualitäten: statt zwei Euro Rabatt gibts plötzlich freien Eintritt für ein Kind oder einen Erwachsenen (natürlich nur in Begleitung eines Vollzahlers) und solche Rabatte sind keinsfalls selten. Welcher geizgeile Mitbürger würde sich angesichts eines solch verlockenden Angebotes (”gratis” und “kostenlos” dürften in der Regel die passenden Trigger sein) nicht auch umgehend auf den Weg machen. Und für diejenigen die bei den Couponaktionen leer ausgehen gibt es ja auch noch rabattierte Eintrittskarten im Internet (die im Falle des Dungeon für die Hälfte des normalen Preises zu haben sind!) oder Jahreskarten die weniger als den zweifachen Eintrittspreis kosten

Es gibt also auch unter Merlin genug Möglichkeiten für preiswerte Freizeitparkbesuche - wenn man denn im Vorfeld die Augen nach Rabatten offenhält und vielleicht kurz im Internet recherchiert.  

Ein heißer Tipp für die diesjährige Heide-Park-Saison dürfte die Langnese Heartbeat Aktion sein, bei der man die Sammelpunkte gegen “Freikarten” (wie üblich mit dem Haken der Vollzahlenden Begleitung) eintauschen kann. Faule Besucher können die nötigen Sammelpunkte auch bei Ebay ersteigern…

Kommentar

Deep in Sahara…

… oder doch nur ein Dessert für den deutschen Achterbahnfan?

Desert Race ist eröffnet und läuft und läuft […] und lief. Anscheinend hat die Technik gleich in der zweiten Woche beschlossen in den Streik zu gehen und einen mehrtägigen Ausfall provoziert der anscheinend sogar noch andauert.

Es ist also genug Zeit mal drüber nachzudenken was uns der Park nun schönes in den Innenraum von Colossos gepflanzt hat. Die unerfreuliche Nachricht zuerst: “Es ist ein Rita-Klon”  - aber ein modifizierter Rita-Klon. Man hat in Soltau keine Kosten und Mühen gescheut, das lahme Ende von Rita gegen ein deutlich spektakulärer aussehendes aber leider völlig totgebremstes zu tauschen. Das Layout ist vom Erlebniswert her, somit mit dem von Rita ziemlich identisch. Und wenn man sich die, während der Bauphase geäußerten, Kritiken wieder ins Gedächtnis ruft, macht dies Desert Race zu einer absolut miesen Bahn. Ein Klon und dann noch ein Klon einer Bahn ohne Top-Hat - eine Fehlinvestition, völlig langweilig und kein Grund nach Soltau zu fahren. Aber während sich die Kritiker bei ihrer Kritik hinter dem fehlenden Fahrelement und dem Doppelleben der Bahn verschanzten, schuf man meiner Meinung nach ein wahres Schmuckstück. Die Bahn bietet mit denen von Colossos vergleichbare G-Kräfte, ähnlich viel Airtime, ein deutlich abwechslungsreicheres Layout, den Katapultstart und fährt sich deutlich sanfter als Rita. Sehr schade, dass die Bahn im Gegensatz zu Colossos nicht der Rede wert sein soll. Im internationalem Vergleich mag die Bahn lächerlich sein und es wird immer eine bessere Bahn geben, aber weil einem persönlich die Bahn nicht gefällt/überzeugt von einer Fehlinvestition zu sprechen scheint mir doch stark übertrieben. Und während wir Fans für die Bilanzen der Parks in der Regel keine große Rolle spielen, scheint der normale Besucher nach meinen Beobachtungen sehr begeistert von der Bahn. Gerade das flache Layout ohne spektakuläre Fahfiguren (die das Familienpublikum eher von einer Fahrt abhalten als zu dieser zu motivieren) dürfte einen großen Anteil an diesem Erfolg haben.

Aber natürlich ist das Layout nicht alles. Mit dem Bau von Deep in Africa und der Black Mamba im Phantasialand  rückte auch die Gestaltung von Attraktionen in Deutschland in den Vordergrund. Während es natürlich abzusehen war dass der Heide-Park die mit DiA aufgestellte Meßlatte nicht erreichen oder gar übertreffen würde, hatten die oben genannten Kritiker weiteres Futter für übertriebene Kritik. Natürlich muss sich Desert Race mit DiA messen lassen, aber nur weil die Thematisierung nicht so gut wie dort ist, ist sie nicht automatisch mies. Es gibt sogar Bahnen die so ganz ohne großartige Thematisierung zu gefallen wissen - aber so krass ist der Fall bei Desert Race garnicht. Mit Ausnahme des kaum sichtbaren Wartungsgebäudes wurden bei Desert Race alle Gebäude äußerst aufwendig und detailliert vom Atelier Artistique du Beton gestaltet. Auch wurde das ganze Areal mit dezenter Bepflanzung und Thematisierungsdetails wie zum Beispiel verrosteten Geländewägen oder Ölfässern aufgelockert. Das klingt jetzt alles wenig spektakulär, weiß aber zu gefallen und Atmosphäre zu erzeugen. Aber während man die Thematisierung in Brühl bis zur Perfektion getrieben hat, gibt es in Soltau durchaus Unzulänglichkeiten, die sich nicht unbedingt auf die beschränkten Mittel zurückführen lassen. Am auffälligsten ist hier der auf einer hässlichen Plattform über der Launch-Gerade thronende Hubschrauber. Die Idee den Fahrstand in den Hubschrauber zu legen muss wirlich verlockend geklungen haben, aber die Umsetzung verhindert den Eindruck dass der Hubschrauber fliegt völlig. Mit der großen Plattform, der Wendeltreppe und der Positionierung parallel zur Beschleunigungsgerade über dieser und halb unter dem Stationsdach hängend, wirkt das ganze äußerst plump und undynamisch. Äußerst hässlich sind auch die Züge, bei denen man nicht nur auf eine zum Thema passende Formgebung sondern auch auf jede größere Gestaltung verzichtet hat. Auf der Front prangt das Logo des Parks und an den Seiten wurde jeder Wagen mit einer Nummer und dem Attraktionslogo auf einem weißen Rechteck versehen. Die vielen freien Flächen, ähnlich wie bei echten Rennwagen mit den Firmenlogos fingierter Sponsoren zu bekleben, hätte da schon viel gebracht. Nicht hässlich, aber dennoch nicht schön, ist auch die Plattheit der Wüste. Das ganze Areal ist eine große ebene Fläche - wovon die Dekoelemente, Planzen und Steinhaufen nur schwer ablenken können. Ein paar künstliche Dünen wären schön gewesen - und könnten vielleicht auch den Blick auf den verbliebenen Raum zwischen Desert Race und Colossos verhindern. Aber auch wenn die Kritik hier schon wieder ziemlich ausführlich ausgefallen ist, stören die genannten Punkte nur am Rande und den einen oder anderen vielleicht auch überhaupt nicht - am besten man bildet sich vor Ort seine eigene Meinung.

Komentare (4)

Hotelfotos vom 2. Mai

Auch wenn Desert Race, mit der sich in Riesenschritten nähernden Eröffnung am 15. Mai, momentan die interessantere Baustelle stellt (mehr dazu auf der Desert Race Microsite), soll auch die Hotelbaustelle nicht vernachlässigt und mit einigen aktuellen Baufotos gewürdigt werden. Diese wurden freundlicherweise von Fabian Redmann zur Verfügung gestellt.

Auf diesen ist zu erkennen dass die Hotelfassade selber nun fertiggestellt zu sein scheint und man nun bemüht ist die Übergänge zwischen dieser und den alten Fassaden des holländischen Stadtteils herzustellen. Außerdem dürfte der Innenausbau inzwischen auf Hochtouren laufen - der leider von Außen weder zu sehen noch zu fotografieren ist.

Kommentar

Stop the Chop - das Ergebnis

Nach den schlechten Erfahrungen, welche ich mit den Bügeln von Rita machte, und der darauf aufbauenden “stop the chop”-Kampagne zeigen die neuesten auf der offiziellen Desert Race Internetseite veröffentlichten Fotos das Ergebnis der Bemühungen. (genaugenommen denke ich nicht dass die Kampagne irgendeine Entscheidung beeinflusst hat - aber die Hoffnung stirbt zuletzt)

Desert Race wird zwar wie Rita Schulterbügel besitzen, jedoch wurden diese zwischenzeitlich von Intamin weiterentwickelt. Und so treffen, je nach Körpergröße, Hals oder Kopf nicht mehr auf eine schmale Kante, sondern auf eine deutlich verbreiterte Fläche, die die Aufprallenergie hoffentlich besser ableiten kann und so unnötige Schmerzen verhindert.

Rita

Rita und ihre Bügel

Desert Race

Die Bügel von Desert Race

Aber vielleicht hat man ja nicht nur die Bügeltechnik weiterentwickelt, sondern auch die seitlichen Beschleunigungen und Schläge weiter reduziert - bekanntlich ist eine Behandlung der Ursache sinnvoller als eine der Symptome. Wie stark die Verbesserung ausgefallen ist, kann ab 15. Mai jeder selber herausfinden.

Bildnachweis:
Rita: Pressefoto Alton Towers
Desert Race: Making of Desert Race

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Freie Bahn für Desert Race

Es scheint in Deutschland keinen Park mehr zu geben, der sie nicht hat: genervte Anwohner die jeglicher Expansion kritisch gegenüber stehen und auch vor Klagen nicht zurückschrecken. So auch beim Heide-Park, der auf den ersten Blick weit entfernt von jeder Wohnsiedlung scheint - in Wirklichkeit jedoch keine 200 Meter von der im Waldstück gegenüber des Haupteingangs gelegenen Wohnsiedlung Friedrichseck entfernt liegt. Und so hat es auch hier Tradition dass die Anwohner, in einer Interessengemeinschaft organisiert, bei jeder Neuheit auf die Barrikaden steigen und wohl auch nicht unschuldig an der Nicht-Realisierung des Wave-Runners sind. Auch bei Desert Race gab es heftigen Widerstand, der darin gipfelte dass man die Baugenehmigung erfolgreich beim Verwaltungsgericht anfocht und so die Erteilung einer Betriebserlaubnis bereits vor der Fertigstellung der Bahn unmöglich machte (siehe Keine Betriebsgenehmigung). Angesichts der bereits getätigten Investitionen war es jedoch unmöglich Desert Race zu canceln, weshalb man zweigleisig auf den Erhalt einer Betriebserlaubnis hinwirkte. Einerseits sollte mit einem neuen Bebauungsplan mit neu festgesetzten Lärmpegeln der laufenden Anwohnerklage die Grundlage entzogen werden und andererseits wurde eine Neu-Verhandlung des Urteils in der nächst höheren Instanz, dem Oberverwaltungsgericht Lüneburg angestrebt. Letzteres hatte nun Erfolg: die in erster Instanz für illegal erklärte Baugenehmigung wurde in zweiter Instanz für rechtmäßig erklärt. Somit steht einer Betriebsgenehmigung, nachdem die TÜV-Abnahme bereits erfolgt ist, nichts mehr im Wege.  Da auch die Bauarbeiten im Zeitplan zu liegen scheinen, dürfte der geplanten Eröffnung am 15. Mai nichts mehr im Wege stehen. Mit einem “Event” unter dem Titel Rennen deines Lebens soll die Bahn an diesem Tag feierlich in Betrieb genommen werden.

Kommentar

Saisonbeginn

Wie im letzten Eintrag angekündigt, folgt nun, ziemlich genau einen Monat nach dem Saisonbeginn, der passende Beitrag.

Wie gewohnt und bereits in den letzten Beiträgen deutlich geworden, hat man auch in der letzten Winterpause viele kleine und große Veränderungen vorgenommen. Am prominentesten ist vermutlich die des Delphinariums, welches, anders als hier vermutet, kein neues Dach erhalten hat. Stattdessen werden die Delphine diese Saison ihre Kunststücke unter freiem Himmel aufführen müssen. Nach Aussage des Parks nur ein temporärer Zustand bis ein neues Dach gebaut wird - da man jedoch den Show-Betrieb nicht während der Bauarbeiten für mehrere Wochen stoppen will ist mit dem neuen Dach in dieser Sommersaison wohl nicht mehr zu rechnen. Leider zieht diese Veränderung einen ganzen Rattenschwanz ;-) von Folgen mit sich. Zwar herrschen nun bei Sonnenschein endlich optimale Lichtverhältnisse für Film- und Fotoaufnahmen, aber bei Regen gibt es nun eine überdachte Attraktion weniger im Park. Gleichzeitig bedeuten diese neuen, nicht mehr konstanten, Licht- und Temperaturverhältnisse auch eine große mit Stress verbundene Umstellung für die Tiere, die im Park bisher eine konstante Umwelt gewohnt waren. In dieser Umgewöhnungsphase gab es dann auch nur “Trainingsshows”, in denen erklärt wurde warum das eine oder andere Kunststück noch nicht wie gewohnt funktionierte. Hoffen wir dass die Tiere diese Saison unter freiem Himmel gut verkraften und es nächstes Jahr mit Dach wie gewohnt (oder vielleicht noch besser) weitergeht.

Und direkt hinter dem Delphinarium gibt es eine weitere Veränderung: Die Strecke der Parkeisenbahn wurde zwischen der Haltestelle am See und dem holländischen Stadtteil neu verlegt. Die Streckenführung ist weitestgehend identisch geblieben und auch die Zufahrt zum Lokschuppen unterhalb des Ateliers gibt es noch. Gleichzeitig wurde aber auch zwischen Bahntrasse und Betriebshof eine größere Fläche planiert, in deren Richtung eine Weiche vom Gleis abzweigt - vermutlich für ein Abstellgleis. Da die Zufahrt zum unterirdischen Lokschuppen von dieser Seite nur auf ein Gleis möglich ist und die Zufahrt von der anderen Seite über die vorgelagerten Weichenanlagen durch das Hotel verbaut wurde, wären somit 2 Abstellgleise vorhanden die für einen komfortablen 1- bis 3-Zugbetrieb ausreichen würden. Zwar gibt (oder gab?) es 5 Zuggarnituren im Park, aber 3 sollten selbst für Tage mit viel Andrang ausreichen.

Unterhalb der neu verlegten Bahntrasse scheint man auch irgendwelche Rohre verlegt zu haben, die an der Haltestelle in den Soltausee münden. Welche Funktion diese haben oder wo diese genau hinführen, ließ sich noch nicht abschließend klären. Vielleicht eine Regenwasserabführung vom Hoteldach, oder eine umweltvertägliche Klimaanlage die den großen See zur Wärmeableitung nutzt sind nur zwei Ideen. Sachdienliche Hinweise zur Klärung des Rätsels werden unter Heide-Park-Blog[at]familie-schefe.de entgegengenommen.

Auch am Sorgenkind Scream, welches am ersten Saisontag entgegen anderslautender Behauptungen nicht mit Gästen, lief gab es eine auffällige Veränderun: die Bügel strahlen in kräftigem Weinrot. Entgegen erster Vermutungen, dass es sich um neue handeln würde, handelt es sich aber nur um eine neue Farbschicht auf alten Bügeln. Aber an dieser Stelle zählen dann mal wirklich Äußerlichkeiten mehr als innere Werte - denn die neue Farbe sieht wirklich schick aus!

Und auch an anderer Stelle hat man am äußeren Erscheinungsbild gearbeitet. So erhielt die Seelöwen-/Papageienshowbühne ein neues sehr hübsches Bühnenbild im (keiner wirds erraten) Piraten-/Karibik-Design - sieht aber sehr schick aus. Und auch einige Imbisse bzw. deren Beschilderung wurden überarbeitet. Leider dominieren auf diesen irgendwelche computergenerierten Grafiken die irgendeine undefinierbare Figur (Wumbo?) zeigen. Meiner Meinung nach weniger gelungen, auch wenn ich den Werbespruch für den Imbiss vor Limit ganz nett finde: “Hart am Limit” ;) Ein weiterer optischer Höhepunkt (ob positiv oder negativ ist umstritten) ist die große Autobahn-like Schilderbrücke über der Zufahrt, die relativ schlicht anzeigt welche Spur wohin führt. Auch den Schandfleck Nummer eins, das Piratenschiff der Piratenshow ist man angegangen: Das Schiff ist zwar noch genauso eckig wie zuvor, aber wurde nun mit echtem Holz beplankt - das hoffentlich nicht so schnell abfällt wie die Folie in Holzoptik mit der das Schiff vorher ausgestattet war. Einen Bericht zur Show muss ich leider nachreichen, da es auch hier wie bei der Piratenshow in den ersten Tagen nur “Trainingsshows” gab, bei denen die Darsteller unkostümiert agierten und auch noch einiges schiefging.

Anscheinend (ich persönlich habe es mangels fertiger Shows in den ersten Tagen noch nicht erlebt) wird nun vor jeder Show im Park und in der Seepferdchenbucht ein neues Heide-Park Lied gespielt, welches man sich bei Heide-Park-Files anhören kann. Ein äußerst kitschiges Lied, dessen Text nicht unbedingt viel hermacht - aber das ist vermutlich bei den wenigsten Parkliedern der Fall. ;-) Auf jeden Fall passen Titel und Refrain zum Saisonbeginn - in dem Sinne

Los geht’s, der Spaß beginnt!

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Hotelfotos vom 29. März

Leider ist Zeit momentan Mangelware und so wird der Bericht über die ersten Saisontage und die Veränderungen noch einige Zeit auf sich warten lassen. Als Ausgleich gibt es nach langer Zeit mal wieder neue Fotos von der Hotelbaustelle.

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