Archiv des MonatsApril, 2007

Stop the Chop - das Ergebnis

Nach den schlechten Erfahrungen, welche ich mit den Bügeln von Rita machte, und der darauf aufbauenden “stop the chop”-Kampagne zeigen die neuesten auf der offiziellen Desert Race Internetseite veröffentlichten Fotos das Ergebnis der Bemühungen. (genaugenommen denke ich nicht dass die Kampagne irgendeine Entscheidung beeinflusst hat - aber die Hoffnung stirbt zuletzt)

Desert Race wird zwar wie Rita Schulterbügel besitzen, jedoch wurden diese zwischenzeitlich von Intamin weiterentwickelt. Und so treffen, je nach Körpergröße, Hals oder Kopf nicht mehr auf eine schmale Kante, sondern auf eine deutlich verbreiterte Fläche, die die Aufprallenergie hoffentlich besser ableiten kann und so unnötige Schmerzen verhindert.

Rita

Rita und ihre Bügel

Desert Race

Die Bügel von Desert Race

Aber vielleicht hat man ja nicht nur die Bügeltechnik weiterentwickelt, sondern auch die seitlichen Beschleunigungen und Schläge weiter reduziert - bekanntlich ist eine Behandlung der Ursache sinnvoller als eine der Symptome. Wie stark die Verbesserung ausgefallen ist, kann ab 15. Mai jeder selber herausfinden.

Bildnachweis:
Rita: Pressefoto Alton Towers
Desert Race: Making of Desert Race

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Freie Bahn für Desert Race

Es scheint in Deutschland keinen Park mehr zu geben, der sie nicht hat: genervte Anwohner die jeglicher Expansion kritisch gegenüber stehen und auch vor Klagen nicht zurückschrecken. So auch beim Heide-Park, der auf den ersten Blick weit entfernt von jeder Wohnsiedlung scheint - in Wirklichkeit jedoch keine 200 Meter von der im Waldstück gegenüber des Haupteingangs gelegenen Wohnsiedlung Friedrichseck entfernt liegt. Und so hat es auch hier Tradition dass die Anwohner, in einer Interessengemeinschaft organisiert, bei jeder Neuheit auf die Barrikaden steigen und wohl auch nicht unschuldig an der Nicht-Realisierung des Wave-Runners sind. Auch bei Desert Race gab es heftigen Widerstand, der darin gipfelte dass man die Baugenehmigung erfolgreich beim Verwaltungsgericht anfocht und so die Erteilung einer Betriebserlaubnis bereits vor der Fertigstellung der Bahn unmöglich machte (siehe Keine Betriebsgenehmigung). Angesichts der bereits getätigten Investitionen war es jedoch unmöglich Desert Race zu canceln, weshalb man zweigleisig auf den Erhalt einer Betriebserlaubnis hinwirkte. Einerseits sollte mit einem neuen Bebauungsplan mit neu festgesetzten Lärmpegeln der laufenden Anwohnerklage die Grundlage entzogen werden und andererseits wurde eine Neu-Verhandlung des Urteils in der nächst höheren Instanz, dem Oberverwaltungsgericht Lüneburg angestrebt. Letzteres hatte nun Erfolg: die in erster Instanz für illegal erklärte Baugenehmigung wurde in zweiter Instanz für rechtmäßig erklärt. Somit steht einer Betriebsgenehmigung, nachdem die TÜV-Abnahme bereits erfolgt ist, nichts mehr im Wege.  Da auch die Bauarbeiten im Zeitplan zu liegen scheinen, dürfte der geplanten Eröffnung am 15. Mai nichts mehr im Wege stehen. Mit einem “Event” unter dem Titel Rennen deines Lebens soll die Bahn an diesem Tag feierlich in Betrieb genommen werden.

Kommentar

Saisonbeginn

Wie im letzten Eintrag angekündigt, folgt nun, ziemlich genau einen Monat nach dem Saisonbeginn, der passende Beitrag.

Wie gewohnt und bereits in den letzten Beiträgen deutlich geworden, hat man auch in der letzten Winterpause viele kleine und große Veränderungen vorgenommen. Am prominentesten ist vermutlich die des Delphinariums, welches, anders als hier vermutet, kein neues Dach erhalten hat. Stattdessen werden die Delphine diese Saison ihre Kunststücke unter freiem Himmel aufführen müssen. Nach Aussage des Parks nur ein temporärer Zustand bis ein neues Dach gebaut wird - da man jedoch den Show-Betrieb nicht während der Bauarbeiten für mehrere Wochen stoppen will ist mit dem neuen Dach in dieser Sommersaison wohl nicht mehr zu rechnen. Leider zieht diese Veränderung einen ganzen Rattenschwanz ;-) von Folgen mit sich. Zwar herrschen nun bei Sonnenschein endlich optimale Lichtverhältnisse für Film- und Fotoaufnahmen, aber bei Regen gibt es nun eine überdachte Attraktion weniger im Park. Gleichzeitig bedeuten diese neuen, nicht mehr konstanten, Licht- und Temperaturverhältnisse auch eine große mit Stress verbundene Umstellung für die Tiere, die im Park bisher eine konstante Umwelt gewohnt waren. In dieser Umgewöhnungsphase gab es dann auch nur “Trainingsshows”, in denen erklärt wurde warum das eine oder andere Kunststück noch nicht wie gewohnt funktionierte. Hoffen wir dass die Tiere diese Saison unter freiem Himmel gut verkraften und es nächstes Jahr mit Dach wie gewohnt (oder vielleicht noch besser) weitergeht.

Und direkt hinter dem Delphinarium gibt es eine weitere Veränderung: Die Strecke der Parkeisenbahn wurde zwischen der Haltestelle am See und dem holländischen Stadtteil neu verlegt. Die Streckenführung ist weitestgehend identisch geblieben und auch die Zufahrt zum Lokschuppen unterhalb des Ateliers gibt es noch. Gleichzeitig wurde aber auch zwischen Bahntrasse und Betriebshof eine größere Fläche planiert, in deren Richtung eine Weiche vom Gleis abzweigt - vermutlich für ein Abstellgleis. Da die Zufahrt zum unterirdischen Lokschuppen von dieser Seite nur auf ein Gleis möglich ist und die Zufahrt von der anderen Seite über die vorgelagerten Weichenanlagen durch das Hotel verbaut wurde, wären somit 2 Abstellgleise vorhanden die für einen komfortablen 1- bis 3-Zugbetrieb ausreichen würden. Zwar gibt (oder gab?) es 5 Zuggarnituren im Park, aber 3 sollten selbst für Tage mit viel Andrang ausreichen.

Unterhalb der neu verlegten Bahntrasse scheint man auch irgendwelche Rohre verlegt zu haben, die an der Haltestelle in den Soltausee münden. Welche Funktion diese haben oder wo diese genau hinführen, ließ sich noch nicht abschließend klären. Vielleicht eine Regenwasserabführung vom Hoteldach, oder eine umweltvertägliche Klimaanlage die den großen See zur Wärmeableitung nutzt sind nur zwei Ideen. Sachdienliche Hinweise zur Klärung des Rätsels werden unter Heide-Park-Blog[at]familie-schefe.de entgegengenommen.

Auch am Sorgenkind Scream, welches am ersten Saisontag entgegen anderslautender Behauptungen nicht mit Gästen, lief gab es eine auffällige Veränderun: die Bügel strahlen in kräftigem Weinrot. Entgegen erster Vermutungen, dass es sich um neue handeln würde, handelt es sich aber nur um eine neue Farbschicht auf alten Bügeln. Aber an dieser Stelle zählen dann mal wirklich Äußerlichkeiten mehr als innere Werte - denn die neue Farbe sieht wirklich schick aus!

Und auch an anderer Stelle hat man am äußeren Erscheinungsbild gearbeitet. So erhielt die Seelöwen-/Papageienshowbühne ein neues sehr hübsches Bühnenbild im (keiner wirds erraten) Piraten-/Karibik-Design - sieht aber sehr schick aus. Und auch einige Imbisse bzw. deren Beschilderung wurden überarbeitet. Leider dominieren auf diesen irgendwelche computergenerierten Grafiken die irgendeine undefinierbare Figur (Wumbo?) zeigen. Meiner Meinung nach weniger gelungen, auch wenn ich den Werbespruch für den Imbiss vor Limit ganz nett finde: “Hart am Limit” ;) Ein weiterer optischer Höhepunkt (ob positiv oder negativ ist umstritten) ist die große Autobahn-like Schilderbrücke über der Zufahrt, die relativ schlicht anzeigt welche Spur wohin führt. Auch den Schandfleck Nummer eins, das Piratenschiff der Piratenshow ist man angegangen: Das Schiff ist zwar noch genauso eckig wie zuvor, aber wurde nun mit echtem Holz beplankt - das hoffentlich nicht so schnell abfällt wie die Folie in Holzoptik mit der das Schiff vorher ausgestattet war. Einen Bericht zur Show muss ich leider nachreichen, da es auch hier wie bei der Piratenshow in den ersten Tagen nur “Trainingsshows” gab, bei denen die Darsteller unkostümiert agierten und auch noch einiges schiefging.

Anscheinend (ich persönlich habe es mangels fertiger Shows in den ersten Tagen noch nicht erlebt) wird nun vor jeder Show im Park und in der Seepferdchenbucht ein neues Heide-Park Lied gespielt, welches man sich bei Heide-Park-Files anhören kann. Ein äußerst kitschiges Lied, dessen Text nicht unbedingt viel hermacht - aber das ist vermutlich bei den wenigsten Parkliedern der Fall. ;-) Auf jeden Fall passen Titel und Refrain zum Saisonbeginn - in dem Sinne

Los geht’s, der Spaß beginnt!

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